Ist Religionsunterricht in der Grundschule verpflichtend?

Bereits in den meisten Grundschulen gehört das Fach Religion fest in den Lehrplan, so dass die Kinder früh die Grundlagen des katholischen oder evangelischen Glaubens lernen. Aber ist die Teilnahme am Unterricht verpflichtend? Schließlich gehören in Deutschland viele Schüler anderen Religionen an. Zudem steigt die Zahl der Kirchenaustritte von Eltern, die auf die Taufe des Kindes verzichten. Hier erfahren Sie, wie die Wahl des Religionsunterrichts erfolgt und welche Alternativen es gibt.

Freiwillige Teilnahme am Religionsunterricht

Grundsätzlich ist die Teilnahme am Religionsunterricht für jeden Schüler ab 14 Jahren freiwillig. In der Grundschule entscheiden jedoch die Eltern, ob das Kind am Religionsunterricht teilenehmen soll oder nicht. Die meisten Schulen bieten einen getrennten katholischen und evangelischen Unterricht an. Soll Ihr Kind nicht teilnehmen, müssen Sie der Schulleitung rechtzeitig Bescheid sagen. Einige Schulen fordern sogar eine schriftliche Abmeldung von diesem Schulfach. Ob Ihr Kind dadurch weniger Unterricht hat, hängt von der Schule ab, denn manche Einrichtungen bieten konfessionslose Alternative sowie Ersatzunterricht an.

Ethikunterricht und Hausaufgabenbetreuung

Einige Grundschulen, hauptsächlich jedoch die weiterführenden Schulen geben den Schülern die Möglichkeit statt des Religionsunterrichts an Ethik teilzunehmen. Während sich die Schüler dort die Grundlagen der Philosophie und ein breitgefächertes Wissen über verschiedene Weltreligionen aneignen, entscheiden sich viele Grundschulen für einen gemeinsamen Religionsunterricht. Dabei verwenden Sie interessante Unterrichtsmaterialien, zum Beispiel von dieser Webseite http://www.buhv.de/grundschule/Bausteine-Religion.html. Dieser konfessionsübergreifende Unterricht hat den Vorteil, dass alle Schüler an ihm teilnehmen dürfen. Soll das Kind aber keinen Religionsunterricht besuchen, bringen viele Schulen die Kinder während der Unterrichtszeit in anderen Klassen oder in der Hausaufgabenbetreuung unter.

Islamischer Unterricht an Schulen

Seit wenigen Jahren gibt es islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen, vorwiegend in Großstädten. Dort nehmen jedoch nicht nur Schüler islamischen Glaubens teil, sondern auch Kinder anderer Konfessionen. In diesem islamischen Unterricht lernen Sie die Grundlagen des islamischen Glaubens. Auf diese Weise trägt der neue Religionsunterricht zur Integration bei. Tipp, einige Lernportale für Kinder befassen sich mit dem Thema Integration und fördern Kinder – unabhängig, welchem Glauben sie angehören -, indem Sie komplizierte Themen spielerisch erklären und der Nachwuchs sich weiterbildet.

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