Die Geschichte des deutschen Fernsehens

Dem Deutschen Paul Nipkow gelang es erstmalig mit der nach ihm benannten Nipkowscheibe Bilder in Hell-Dunkel-Signale zu zerlegen und wieder zusammenzufügen. Die ersten Fernsehgeräte, die damals auch als Ferntonkino oder Telehor bezeichnet wurden, entstanden ab 1928. Allerdings war die Bildqualität durch Flimmern stark beeinträchtigt, weshalb das Gerät bei der breiten Masse nur wenig Anklang fand. Der weltweit erste Fernsehsender „Paul Nipkow“ startete am 22.03.1935 in Berlin und sendete täglich 1,5 Stunden, von 20.30 Uhr bis 22. Uhr. Erst Anfang der 30er Jahre wurde die Kathodenstrahlröhre entwickelt, die eine sehr viel höhere Bildschirmauflösung lieferte.

Fernsehen im Nationalsozialismus

Ab 1935 wurden die ersten regulären deutschen TV-Sendungen von Berlin aus gesendet. Die Nationalsozialisten richteten Fernsehstuben und sogenannte Großbildstellen ein, um das neue Medium den Menschen vertraut zu machen. Die Übertragung der Olympischen Sommerspiele 1936 fand großen Andrang. Im Jahr 1939 wurde für einige Wochen das deutsche Fernsehprogramm komplett eingestellt, und schließlich mit Kriegsende 1944 endgültig lahm gelegt.

Die ersten Sender und die Entwicklung des Farbfernsehens

1954 ging die ARD an den Start, worauf 1963 als zweiter Sender das ZDF folgte und bis Ende der 1960er Jahre auch die dritten Programme der ARD. 1967 wurde das PAL – Farbfernsehsystem entwickelt, und so wurde am 29. März 1970 zum ersten Mal die „Tagesschau“ in Farbe gesendet. In den darauf folgenden fünf Jahren, stellte die ARD ihr komplettes Fernsehsystem auf Farbe um. 1981 wurden mit den Sendern Sat1 und RTL plus die ersten privaten Fernsehsender zugelassen. Und nun kommt die Analogabschaltung 2012.

Rapide Entwicklung und Sendervielfalt

Mittlerweile findet sich in kaum noch einem deutschen Haushalt ein Röhrengerät. Längst haben vor allem die jungen Leute die Vorzüge von Plasma- und LCD- Fernsehgeräten zu schätzen gelernt. Nicht zuletzt um die technischen Möglichkeiten dieser Geräte ausschöpfen zu können, werden bis zum 30. April 2012 die analogen Kanäle auf digital umgestellt. Mindestens genauso vielfältig wie das Angebot an Fernsehgeräten, ist die Programmauswahl. Inzwischen betreiben nicht nur die öffentlich – rechtlichen Sendeanstalten noch viele weitere regionale Sender, aber auch den Dokumentationskanal Phoenix und den KIKA Kinderkanal. Übertroffen wird dies noch von der Anzahl der Privatsender, die in ständigem Wechsel für ein immer wieder verändertes Angebot sorgen.